Gabriele von Arnim wurde 1946 in Hamburg geboren. Sie studierte Soziologie und Politikwissenschaft in Hamburg und Frankfurt am Main und schloss 1972 mit einer Promotion über den Einfluss von Massenmedien auf politisches Verhalten ab. Nach dem Studium arbeitete sie als freie Journalistin, u. a. von 1973 bis 1983 in New York lebend für das Deutsche Allgemeine Sonntagsblatt, den NDR und WDR. 1994 gründete sie den Verein „Memento – Initiative KZ-Gedenkstätte Dachau“ und war u. a. für Die Zeit, die SZ, den BR und WDR tätig. Für den SWR moderierte sie zeitweise die Sendung „Wortwechsel“ mit prominenten Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft und diskutierte im „Literaturclub“ im Schweizer Fernsehen. Neben ihrer journalistischen Tätigkeit schrieb Gabriele von Arnim Sachbücher, Essays und erzählerische Werke. 1989 erschien der Band „Das große Schweigen. Von der Schwierigkeit, mit den Schatten der Vergangenheit zu leben“, in dem sie sich mit der Frage auseinandersetzte, wie die Bundesrepublik und die Kinder der Täter mit der NS-Vergangenheit umgegangen sind. Nach einer Pause ihrer Publikationstätigkeit veröffentlichte sie 2017 zusammen mit vier weiteren Journalistinnen angesichts der Gefahr eines erstarkenden Nationalismus den Band „Was tun. Demokratie versteht sich nicht von selbst“, für den sie einen Liebesbrief an die Demokratie beisteuerte. Der literarisch-biografische Essay „Der Trost der Schönheit. Eine Suche“ (2023) schildert ihre bis in die Kindheit zurückgehende Suche nach Momenten von Schönheit, die sie persönlich berühren und ihr die Wärme des Trostes geben. 2024 erschien die Anthologie „Unter Frauen. Geschichten vom Lesen und Verehren“, bei der Arnim als Mitautorin über Schriftstellerinnen schreibt, die sie geprägt haben. Im April 2026 veröffentlichte sie das Buch „Abschied leben“, über das Altwerden und das Abschiednehmen.
Veröffentlichungen (zuletzt):
– „Was tun. Demokratie versteht sich nicht von selbst“, zus. mit C. Grefe, S. Mayer, E. Roll und E. Schmitter, Antje Kunstmann, München 2017
– „Das Leben ist ein vorübergehender Zustand“, Rowohlt, Hamburg 2021
– „Der Trost der Schönheit. Eine Suche“, Rowohlt, Hamburg 2023
– „Liebe Enkel oder Die Kunst der Zuversicht“, Kjona, München 2024
– „Abschied leben. Tagebuch eines Zeitgefühls“, Rowohlt, Hamburg 2026
