Wo fängt man an? Vielleicht mit der Person Mathias Götz. Er ist bekannt für seine Arbeit in Bands wie „Hochzeitskapelle“, „The Notwist“, „Alien Ensemble“ und zahlreichen anderen Projekten. Er ist Kopf, Körper und Fuß von „Le Millipede“ mit seinen vielseitigen Eigenschaften als Musiker und Komponist. Als begeisterter Hobby-Ornithologe führt er Vogelstimmen-Wanderungen, die die Aufmerksamkeit für feine Unterschiede im Klang schärfen und bei denen sich so Musik und Natur begegnen. Seine fundierten Kenntnisse in all diesen Bereichen hat er im Werk „Legs and Birds“ einfließen lassen – ein Album, das es wagt, eine Platte mit eingespielter Musik und eine Platte ausschließlich mit Vogelstimmen zu präsentieren, ist schon etwas ungewöhnlich! Beim Poet*innenfest präsentiert „Le Millipede“ nun Stücke des Albums und frühere Werke mit einem perfekt aufeinander abgestimmten Quartett. Wenn sich dieses Ensemble mit einer zauberhaften Leichtigkeit durch das Programm spielt, schafft es Momente für die Ewigkeit mit wunderschönen Melodie- und Harmoniebögen. Sie spielen sich die Bälle zu, spielen plötzlich frei, um im nächsten Augenblick wieder zur eigentlichen Komposition zurückzukehren und als eine aufeinander abgestimmte Einheit fortzufahren, wie eine Maschine, bei der ein Rädchen in das andere greift und die Musik immer weiterbringt. Eine besondere Art von kammermusikalischem Jazz, eine Maschine mit Seele. Jedes Konzert dieses Quartetts ist in seiner Einzigartigkeit ein besonderes Erlebnis.
Samstag, 29.08, 13–14 und 19–19:30 Uhr + Sonntag, 30.08., 13–13:30 und 18:30–19:30 Uhr
