Mirjam Zadoff, geboren 1974 in Innsbruck, ist seit 2018 Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München. Zuvor war sie Professorin für Geschichte und Inhaberin des Alvin H. Rosenfeld Chairs in Jewish Studies an der Indiana University Bloomington. Gastprofessuren führten sie u. a. nach Zürich, Berkeley, Berlin oder Augsburg. In verschiedenen Gremien und Mitgliedschaften setzt sich Mirjam Zadoff für eine offene Gesellschaft, für Demokratie und Teilhabe, für Wissenschaft, Kunst und (Erinnerungs-)Kultur ein. Sie ist Herausgeberin und Autorin zahlreicher Bücher, Ausstellungskataloge und Artikel. Gemeinsam mit Lena Gorelik und Miryam Schellbach hat sie die Essaysammlung „Trotzdem sprechen“ herausgegeben, die beim Poet*innenfest 2024 vorgestellt wurde. Bei dem vom Kulturamt Erlangen organisierten Online-Projekt „Wie geht es dir? Zeichner*innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus“ war sie eine der Gesprächspartner*innen. Mirjam Zadoff war u. a. Jurymitglied des Geschwister-Scholl-Preises sowie des Deutschen Sachbuchpreises 2023. Wie wir in harten Zeiten nicht resignieren, sondern neuen Lebensmut im Alltag finden, darüber schreibt sie in ihrem neusten Buch „Wie wir überwintern“.
Auszeichnungen u. a.: Theodor-Körner-Preis (2003), Preis der Peregrinus-Stiftung (2007), Salo W. Baron Prize (2012), Ernst Fraenkel Prize for Contemporary History (2014), Thomas-Dehler-Preis (2024).
Veröffentlichungen (zuletzt):
– „Gewalt und Gedächtnis. Globale Erinnerung im 21. Jahrhundert“, Hanser, München 2023
– „Wichtiger als unser Leben. Das Untergrundarchiv des Warschauer Ghettos“, Hrsg. zus. mit U.-B. Vollhardt, Wallstein, Göttingen 2023
– „Trotzdem sprechen“, Hrsg. zus. mit L. Gorelik und M. Schellbach, Ullstein, Berlin 2024
– „Fragile Demokratien. Was freie Gesellschaften bedroht“, Hrsg. zus. mit D. Heuring und P.-M. Rabe, Wallstein, Göttingen 2024
– „Wie wir überwintern. Den Lebensmut durch die harten Zeiten retten“, Hanser, München 2025
