Natalie Amiri, 1978 als Tochter einer Deutschen und eines Iraners in München geboren, studierte Orientalistik und Islamwissenschaft in Bamberg, Teheran und Damaskus. 2007 begann sie als Korrespondentin aus dem ARD-Büro Teheran zu berichten, das sie später von 2015 bis 2020 leitete – nach einer Warnung des Auswärtigen Amtes, dass man sie als politische Geisel nehmen wolle, musste sie jedoch die Leitung des Fernsehstudios abgeben. Amiri berichtet aus Krisengebieten und erzählt einfühlsam die Geschichten der Menschen aus aller Welt. Sie moderiert den „Weltspiegel“ aus München sowie das BR-Europa-Magazin „Euroblick“ und schreibt u. a. für die SZ, die NZZ und Die Zeit. Preisgekrönt sind ihre ARD-Dokumentation „Tod vor Lampedusa – Europas Sündenfall“ sowie die für den Grimme-Preis nominierte Dokumentation „Verschwunden in Deutschland“. 2019 wurde Amiri als beste Auslandskorrespondentin für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. Das „Medium Magazin“ hat sie mehrfach ausgezeichnet, u. a. als Politikjournalistin des Jahres (bzw. erste Plätze in der Kategorie Politik).
Auszeichnungen u. a.: Publizistikpreis der Landeshauptstadt München (2022), Bayerischer Verfassungsorden (2024), Walter-Lübcke-Demokratie-Preis (2024), Medaille für besondere Verdienste um den Freistaat Bayern in Europa und der Welt (2025).
Veröffentlichungen (zuletzt):
– „Zwischen den Welten. Von Macht und Ohnmacht im Iran“, Aufbau, Berlin 2021
– „Afghanistan. Unbesiegter Verlierer“, Aufbau, Berlin 2022
– „Die mutigen Frauen Irans: Wir haben keine Angst!“, Elisabeth Sandmann Verlag, München 2023
– „Der Nahost-Komplex. Von Menschen, Träumen und Zerstörung“, Penguin, München 2025
– „Unsere Väter“, zus. mit M. Barati, S. Behjat und D. Tekkal, Hanser, München September 2026
