Die 1980 in Oberfranken geborene Lyrikerin ist eine Meisterin des performativen Sprechens. Neben zahlreichen Gedichtbänden hat Nora Gomringer in den letzten Jahren vermehrt auch Prosatexte vorgelegt, für „Recherche“ wurde sie 2015 mit dem Ingeborg-Bachmann-Preis ausgezeichnet. Im vergangenen Jahr landete sie mit ihrem Memoir „Am Meerschwein übt das Kind den Tod“ einen weiteren großen Erfolg, das Buch befindet sich bereits in der fünften Auflage. Zu Beginn ihrer Karriere gewann und veranstaltete sie zahlreiche Poetry Slams, auf Einladung des Goethe-Instituts bereiste sie diverse Länder; Aufenthaltsstipendien führten sie u. a. nach New York, Nowosibirsk und Venedig. Aktuell lebt sie in Bamberg, wo sie seit 2010 das Internationale Künstlerhaus Villa Concordia leitet. Nora Gomringer schreibt regelmäßig Kolumnen und Essays für Zeitungen und Rundfunk und war von 2018 bis 2020 Jurymitglied bei den Tagen der deutschsprachigen Literatur in Klagenfurt.
Auszeichnungen u. a.: Förderpreis der Kulturstiftung Erlangen (2006), Kulturpreis Bayern (2007), Jacob-Grimm-Preis (2011), Joachim-Ringelnatz-Preis (2012), August-Graf-von-Platen-Literaturpreis (2013), Otto-Grau-Kulturpreis (2014), Weilheimer Literaturpreis, Ingeborg-Bachmann-Preis (2015), Else-Lasker-Schüler-Lyrikpreis (2022), Ida Dehmel Literaturpreis, E.T.A. Hoffmann-Preis (2024), Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor, Pro meritis scientiae et litterarum (2025).
Veröffentlichungen (zuletzt):
– „Gedichte aus/auf Netzhaut. Vom Verhandeln des Poetischen im Öffentlichen“, Münchner Reden zur Poesie, Stiftung Lyrik Kabinett, München 2019
– „PENG PENG Parker“, zus. mit P. Scholz, CD, Voland & Quist, Berlin 2019
– „Monster. Morbus. Moden“, mit CD, Voland & Quist, Berlin 2019
– „Die Gottesanbieterin“, mit CD, Voland & Quist, Leipzig 2020
– „Am Meerschwein übt das Kind den Tod. Ein Nachrough“, Voland & Quist, Dresden 2025
