1955 in Lindau geboren, kennt die deutsche Verlagswelt wie kaum ein anderer. Nach dem Studium der Literatur, Philosophie und Geschichte begann er als Lektor beim Rotbuch Verlag, wo er sich u. a. vergessenen Romanen der bundesdeutschen Literatur widmete und mit Autor*innen wie Feridun Zaimoglu und Birgit Vanderbeke arbeitete. Ab 1997 war er Programmchef beim Eichborn Verlag. Dort betreute er neben Comics („Adolf, die Nazi-Sau“) die ersten Romane von Walter Moers und verlegte u. a. die literarischen Debüts von Karen Duve, Jenny Erpenbeck und Sven Regener. Zu den großen Publikumserfolgen seiner weiteren Stationen bei Piper und Knaus zählen Hape Kerkelings „Ich bin dann mal weg“ sowie die Kluftinger-Krimis. Bei Knaus initiierte Wolfgang Ferchl schließlich die Gründung eines deutschen Penguin Verlags innerhalb der Random-House-Verlagsgruppe, dessen Aufbau er als „Publisher at Large“ bis zu seinem Ruhestand begleitete. Zu den Autor*innen, die Ferchl bis heute betreut, zählen Jenny Erpenbeck, Thea Dorn und Walter Moers.
