Georg Cremer, geboren 1952 in Aachen, war von 2000 bis 2017 Generalsekretär des Deutschen Caritasverbandes. Er hat in Freiburg Volkswirtschaftslehre und Erziehungswissenschaften studiert. Nach der Promotion war Cremer in der Entwicklungszusammenarbeit in Indonesien tätig, danach arbeitete er bei Caritas international, dem Hilfswerk der Deutschen Caritas, und war für die Katastrophenhilfe in Asien und für soziale Programme in Osteuropa zuständig. Cremer ist habilitierter Volkswirt und lehrt als außerplanmäßiger Professor an der Universität Freiburg. Von 1998 bis 2015 war er zudem regelmäßig als Lehrbeauftragter zu Fragen der Korruptionskontrolle in der Entwicklungszusammenarbeit an der ETH Zürich tätig. Er war Mitglied der von der Bundesregierung berufenen Alterssicherungskommission, die im Juni 2026 ihren Bericht an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales übergeben hat. Darin werden 33 Empfehlungen für die langfristige Reform der Altersvorsorge in Deutschland vorgelegt.
Veröffentlichungen (zuletzt):
– „Armut in Deutschland. Wer ist arm? Was läuft schief? Wie können wir handeln?“, C.H. Beck, München 2017
– „Deutschland ist gerechter, als wir meinen. Eine Bestandsaufnahme“, C.H. Beck, München 2018
– „Sozial ist, was stark macht. Warum Deutschland eine Politik der Befähigung braucht und was sie leistet“, Herder, München 2021
– „Soziale Dienstleistungen. Marktgestaltung für hilfebedürftige Menschen“, zus. mit N. Goldschmidt und S. Höfer, utb, Stuttgart 2023
– „Alles schrecklich ungerecht? Mythen, Halbwahrheiten, Fakten zum deutschen Sozialstaat“, Herder, München 2025
