Jakob Hein, geboren 1971 in Leipzig, ist Mediziner und Schriftsteller. Er studierte Medizin in Berlin, Stockholm und Boston und promovierte an der HU Berlin. Hein war als Oberarzt in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Berliner Universitätskrankenhaus Charité tätig. Er war der erste Väterbeauftragte der Charité und damit bundesweit Vorreiter für diese Position. Seit 2011 führt er eine eigene Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie für Psychiatrie und Psychotherapie in Berlin. Aus seiner Praxiserfahrung mit jungen Menschen warnt er eindringlich vor den psychischen Gefahren von Social Media. Gleichzeitig verfasst er – inspiriert durch seine Arbeit als Psychiater – Romane wie „Hypochonder leben länger und andere gute Nachrichten aus meiner psychiatrischen Praxis“ oder „Herr Jensen steigt aus“. Als weiteres großes Thema hat er das Alltagsleben in der DDR vor und nach der Wendezeit literarisch im Blick: Seinen Roman „Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste“ stellte er 2025 beim Poet*innenfest vor. Seit 2023 ist er Mitherausgeber des evangelischen Monatsmagazins „chrismon“.
Auszeichnungen u. a.: Literaturpreis der Stadt Cassino (2010), Literaturpreis der Stahlstiftung Eisenhüttenstadt (2019), Grimmelshausen-Preis (2025).
Veröffentlichungen (zuletzt):
– „Die Orient-Mission des Leutnant Stern“, Roman, Galiani Berlin, 2018
– „Hypochonder leben länger und andere gute Nachrichten aus meiner psychiatrischen Praxis“, Galiani Berlin, 2020
– „Kat Menschiks und des Psychiaters Doctor medicinae Jakob Hein Illustrirtes Kompendium der psychoaktiven Pflanzen“, zus. mit K. Menschik, Galiani Berlin, 2022
– „Der Hypnotiseur oder Nie so glücklich wie im Reich der Gedanken“, Roman, Galiani Berlin, 2022
– „Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste“, Roman, Galiani Berlin, 2025
