Die Schriftstellerin, Kulturwissenschaftlerin und Journalistin wurde 1971 in Düsseldorf geboren. Sie schrieb eine Kulturgeschichte der Vulva sowie die Debattengeschichte „Vergewaltigung. Aspekte eines Verbrechens“. 2021 erschien ihr gefeiertes Romandebüt „Identitti“, 2024 folgte „Antichristie“ – beide Romane waren für den Deutschen Buchpreis nominiert. Mithu Sanyal veröffentlichte außerdem ein Buch über die englische Schriftstellerin Emily Brontë, in dem sie schildert, welchen Einfluss deren Werk auf ihr Leben hatte. Sie arbeitet für diverse Medien, darunter WDR, Deutschlandfunk, Die Zeit, The Guardian und Missy Magazine und gehört seit 2023 der Jury des Ingeborg-Bachmann-Preises an. Im September 2026 erscheint ihr neuestes Buch, der Essay „Nein. Gegen die Militarisierung der Gegenwart“, ein Plädoyer für Pazifismus in der aktuellen, von Kriegsrhetorik geprägten Zeit.
Auszeichnungen u. a.: Dietrich-Oppenberg-Medienpreis der Stiftung Lesen (2001, 2004, 2008), Sonderpreis des Programms „Geisteswissenschaften International“ (2017), Ernst-Bloch-Preis, Literaturpreis Ruhr (2021), Erich-Pawlu-Literaturpreis (2025), London-Stipendium des Deutschen Literaturfonds, Heinrich-Mann-Preis der Akademie der Künste (2026).
Veröffentlichungen (zuletzt):
– „Identitti“, Roman, Hanser, München 2021
– „Mithu Sanyal über Emily Brontë“, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2022
– „Zeit der Finsternis. Das Britische Empire in Indien“, zus. mit S. Tharoor, übers. von C. Reiber, Die Andere Bibliothek, Berlin 2024
– „Antichristie“, Roman, Hanser, München 2024
– „Nein. Gegen die Militarisierung der Gegenwart“, Hanser, München, September 2026
