Mitte der 2030er Jahre soll Deutschland laut Bundeskanzler Friedrich Merz die „stärkste konventionelle Armee Europas“ haben. Dafür wird massiv mit Hunderten Milliarden neuen Schulden ins Militär investiert – zunehmend sichtbar zu Lasten anderer staatlicher Aufgaben. Auch andere europäische Staaten investieren stark in ihre Armeen, seitdem mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine wieder Krieg mitten in Europa herrscht und die USA, der einstige Sicherheitsgarant, zunehmend unzuverlässig erscheint. Ist dieser Weg alternativlos, um Europas Freiheit zu verteidigen? Diese Position vertritt die taz-Journalistin Ulrike Herrmann, die in ihrem aktuellen Buch „Geld als Waffe“ auf die ökonomischen Logiken des Krieges schaut. Die Schriftstellerin Mithu Sanyal warnt dagegen vor einer „Militarisierung der Gegenwart“. In ihrem Buch „Nein“ erinnert sie daran, dass eine Welt ohne Gewalt kein fernes Ideal ist, sondern die drängendste unserer Aufgaben.
Korbinian Frenzel
Ulrike Herrmann: Geld als Waffe. Wie die Wirtschaft über Krieg und Frieden entscheidet. KiWi. Köln, Mrz 2026
Mithu Sanyal: Nein. Gegen die Militarisierung der Gegenwart. Hanser. München,15. Sept 2026
Ulrike Herrmann und Mithu Sanyal im Gespräch mit Korbinian Frenzel
Sonntag, 30.08.2026
18:00
Eintritt frei!
