Der Schweizer Schriftsteller Alex Capus wurde 1961 in der Normandie geboren, wuchs die ersten fünf Jahre in Paris auf und zog mit seiner Mutter 1966 nach Olten, wo er heute wieder mit seiner Familie lebt. Dazwischen studierte er in Basel Geschichte, Philosophie und Ethnologie und arbeitete zehn Jahre lang als Journalist für verschiedene Schweizer Zeitungen. Mit seinen einfühlsamen Erzählungen erschrieb sich Capus ein treues Publikum. Richtig bekannt wurde er aber erst mit dem Bestseller „Fast ein bisschen Frühling“ (2002). Alex Capus ist ein Autor, der sich für seine Romane häufig von authentischen Geschichten inspirieren lässt. In „Reisen im Licht der Sterne“ (2005) z. B. begibt er sich auf Stevensons Spuren in den Pazifik zur wirklichen Schatzinsel; in „Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer“ (2013) geht es um drei Helden wider Willen. In dem für den Deutschen Buchpreis 2011 nominierten Roman „Léon und Louise“ schildert Capus, angelehnt an die Lebensgeschichte seines Großvaters mütterlicherseits, die bewegende Beziehung eines Paares, das durch die Wirren der beiden Weltkriege wiederholt getrennt wird, aber an seiner Liebe festhält. In einem Schweizer Dorf an der Grenze zu Deutschland spielt der neue Roman „Querfeldein“. Der Schmuggler Hermann bringt darin die Uniformierten auf beiden Seiten der Grenze gegen sich auf. Es kommt zum Drama – und das Dorf erhebt sich gegen eine Großmacht.
Auszeichnungen u. a.: Werkjahr der Stiftung Pro Helvetia, Hans-Erich-Nossack-Förderpreis (1998), Förderpreis des Kantons Solothurn, Anerkennungspreis der Stadt Olten (2005), Kunstpreis des Kantons Solothurn (2020), Kulturpreis der Stadt Olten (2021).
Veröffentlichungen (zuletzt):
– „Königskinder“, Roman, Hanser, München 2018
– „Als Gottfried Keller im Nebel den Weg nach Hause nicht mehr fand“, Knapp, Olten 2020
– „Susanna“, Roman, Hanser, München 2022
– „Die kleinen Dinge des Lebens. Essays, Betrachtungen, Interviews“, Knapp, Olten 2024
– „Das kleine Haus am Sonnenhang“, Hanser, München 2024
– „Querfeldein“, Roman, Hanser, München 2026
