Was mit einem Flohmarktfund für fünf Euro begann, begeistert heute ein Millionenpublikum in den Sozialen Medien: In einem alten Koffer erschafft die Miniaturkünstlerin Katharina Raab faszinierende Welten im Kleinstformat. Ob eine reich bestückte Bibliothek, eine Folterkammer mit Guillotine oder eine Augapfeltorte – der Koffer enthält alles, was zur Grundausstattung einer gruseligen Hexenvilla gehört. Der Erfindungsreichtum der Szenografie-Studentin aus Hannover kennt dabei keine Grenzen, für ihre Modelle verwendet sie auch Alltagsmaterialien und vermeintlichen „Müll“. So entsteht aus einer Kontaktlinsenpackung ein Waschbecken und Kabelbinder werden zu Bilderrahmen. Als Inspiration dient Katharina Raab immer wieder die Literatur, vor allem die fantastische Welt von Walter Moers. So tummeln sich im Koffer auch dessen Leidener Männlein, Schmerzenskerzen und andere Daseinsformen. Passend zur Walter-Moers-Werkschau im Stadtmuseum Erlangen ist Katharina Raabs Koffer während des Poet*innenfests dort ausgestellt.
Katharina Raabs Miniatursprechstunde: 28.8.+29.8.: 13–14 + 17–18 Uhr, 30.8.: 13–14 Uhr
